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Hansetag 2010 in Pärnu


In diesem Jahr richtet die estnische Stadt Pärnu den dreißigsten internationalen Hansetag der Neuzeit aus. Die „Wiederauferstehung“ der mittelalterliche Vereinigung der Hansestädte in Form dieser internationalen Treffen hat in der Öffentlichkeit bislang noch nicht allzuviel Aufmerksamkeit erlangt. Die Geschichte ist kurz erzählt: Bereits 1980 hat die niederländische Stadt Zwolle ihren 750. Jahrestag gefeiert und die ehemaligen Hansestädte dazu eingeladen. Die Vertreter aus 43 Hansestädten haben am ersten Treffen teilgenommen und die Hanseidee auf einer modernen Weise rekonstruiert. Zum Zentrum der neuen Hansebewegung wurde Lübeck, auch schon im Mittelalter „Hauptstadt" der Hanse. Mittlerweile haben sich mehr als 200 Städte aus 17 Staaten der modernen Hansebewegung angeschlossen, darunter fünf Städte aus Estland und acht aus Lettland. Aus Litauen ist nur Kaunas dabei, das im Gegensatz zu den estnischen und lettischen Städten allerdings keine Hansestadt war, sondern nur ein Handelskontor der Hanse beherbergte. Einmal im Jahr trifft man sich nun auf dem gemeinsamen internationalen Hansetag, der 2010 also in Estland stattfindet. Auf der Website der Veranstalter wird kühn behauptet, der Hansetag in Pärnu könne sich in Sachen „Glamour und Unterhaltungswert“ mit den Olympischen Spielen messen. Es gäbe zwar weniger Sportler, dafür aber mehr Kultur.

Vom 24. bis 27. Juni 2010 wird in Pärnu tatsächlich ein umfangreiches kulturelles Programm geboten. Darüberhinaus gibt es eine Wirtschaftskonferenz und ein Historisches Seminar zur Hansegeschichte. Die teilnehmenden Städte aus Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen und Polen werden sich auf dem sogenannten Hansemarkt präsentieren. Vom 25. bis 27. Juni findet außerdem ein Mittelaltermarkt in Pärnu statt. Auf der estnisches Website zum Hansetag wird der Mittelaltermarkt angesichts der derzeitigen Wirtschaftslage recht launisch kommentiert: „Kann sein, daß bis zum Jahr 2010 alle Kaufhäuser und Boutiquen wegen des globalen Gierigkeitsprojektes Konkurs gemacht haben, aber das macht nichts. Handel wird nimmer verschwinden, er wird nur wieder auf den Marktplatz übersiedeln.“

Quellen:
Offizielle Website des 30. Hansetages
Städtebund "Die neue Hanse"


viabaltica.de, 27.02.2010

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