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Kaunas, Rumsiskes und Druskininkai


Kaunas liegt dort, wo sich die Flüsse Neris und Nemunas vereinigen. Die Neris verbindet Kaunas mit der Hauptstadt Vilnius. Kaunas wurde im 13. Jahrhundert gegründet und beherbergte im 15. Jahrhundert ein Handelskontor der Hanse. Große Teile der Altstadt sind erhalten geblieben, darunter die Burg von Kaunas (Kauno pilis), die älteste, steinerne Burg Litauens. Die Altstadt mit ihren zahlreichen Gebäuden aus dem 16. Jahrhundert, gilt als sehenswertes Schmuckstück. Das Rathaus (Kauna rotuse), auch als weißer Schwan bezeichnet, ist besonders eindrucksvoll. Es wurde schon zu den verschiedensten Zwecken genutzt: Regierungssitz, Orthodoxe Kirche, Militärlager, Tsarenresidenz und Theater. Rund um den Rathausplatz stehen die Häuser deutscher Kaufleute aus dem 15. Jahrhundert.

1812 empfing Kaunas einen seiner berühmtesten Besucher: Napoleon. Er und seine Truppen wurden gerne in der Stadt willkommen geheißen, da sich die Bevölkerung von ihm die Befreiung von russischen Besatzern erhofften. Napoleon zu Ehren erhielt der „Napoleon-Berg“ seinen Namen – Dort oben kann man heute noch in Napoleons Fußstapfen stehen.

Während der ersten Unabhängigkeitszeit Litauens zwischen den zwei Weltkriegen war Kaunas zwei Jahrzehnte lang die Hauptstadt Litauens, da Vilnius seit 1922 zu Polen gehörte. Die Regierung wurde nach Kaunas verlegt und die Stadt erlebte einen Wirtschaftsaufschwung und Bevölkerungszuwachs. Der größte Teil der eindrucksvollen Neustadt wurde in dieser Zeit erbaut. Die Lebensader der Neustadt ist die Straße der Freiheit (Laisves aleja), eine lebendige Fußgängerzone. Ein Freiheitsdenkmal (Laisves paminklas) steht auf dem Platz der Einheit (Vienbes aikste). Ursprünglich bereits 1918 aufgestellt, wurde es während der sowjetischen Zeit versteckt gehalten und erst 1989 wieder aufgestellt. Am Ende der Straße thront eindrucksvoll die Kirche des Erzengels Michael (Sv Mykolas archangelas). Einen guten Rundumblick sowohl über die Altstadt als auch die Neustadt bekommt man, wenn man die Nemunas überquert und mit der Seilbahn auf den Berg Aleksotas hinauffährt.

Ein sehr spezielles Museum ist das Teufelsmuseum (Velnio muziejus) mit Skulpturen und Darstellungen des Teufels. Die Objekte wurden in Litauen und aus der ganzen Welt gesammelt und das Museum bietet sogar Fortbildungsprogramme in Teufelskunde an. Gegenüber dem Teufelsmuseum liegt das Èiurlionis-Museum. Dieses staatliche Kunstmuseum ist von landesweiter Bedeutung, widmet es sich doch dem einflußreichsten Vertreter der modernen litauischen Kultur. M. K. Èiurlionis hat im Laufe seines Lebens 200 Musikstücke und 300 Bilder angefertigt, die meisten davon sind im Museum ausgestellt.

Kurz außerhalb der Stadtgrenze von Kaunas befindet sich das Neunte Fort (IX Fortas), erbaut im 19. Jahrhundert zur Befestigung der westlichsten Grenze des Russischen Reiches unter den Zaren. Ein Museum informiert über die Geschichte der Anlage, die als Konzentrationslager und Sowjetgefängnis eine unrühmliche Vergangenheit aufzuweisen hat. Ganz im Gegensatz dazu liegt in der Nähe das friedliche und sehenswerte Kloster Pazaislis, umgeben von gepflegten Gärten, ein sehr beliebter Platz für sommerliche Musikfestivals. Nicht weit von Kaunas entfernt, in der Nähe der Autobahn nach Vilnius, liegt das bekannte Ethnografische Freilichtmuseum von Rumšiškés. Aus allen Landesteilen Litauens wurden hier Bauernhöfe, Windmühlen, Kirchen und alte ländliche Gebrauchsgegenstände zusammengetragen und zu authentischen Dorflandschaften zusammengefügt. Mindestens einen halben Tag sollte man sich Zeit lassen, um dieses Freilichtmuseum zu erkunden.

Nehmen Sie die Nebenstraßen auf dem Weg von Kaunas nach Vilnius und machen Sie einen Umweg über Druskininkai, dem ältesten und bekanntesten Kurort Litauens. „Druska“ bedeutet „Salz“ auf Litauisch: Die besonderen, angeblich heilenden, Salzwasserquellen der Region gaben der Stadt den Namen. Unweit von Druskininkai, im kleinen Ort Grûtas, gibt es eine spezielle Sehenswürdigkeit: Grûtas Parkas, manchmal auch „Stalin World“ genannt. Nach der Unabhängigkeit Litauens wurden alle sowjetischen Statuen und Denkmäler entfernt und eingesammelt. 1999 erwarb ein örtlicher Unternehmer 75 von ihnen und verwandelte sein 200 Hektar großes Grundstück in einen eigentümlichen Museumspark.

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