Sigulda, Partnerstadt der Kulturhauptstadt Riga

08.07.2013

Burg Turaida Im Kulturjahr 2014 ist die lettische Kleinstadt Sigulda Partnerstadt der Kulturhauptstadt Riga. Sigulda liegt in der sogenannten "Livländische Schweiz" und ist das Tor zum Gauja-Nationalpark, einem beliebten Ausflugsziel, nur rund 50 Kilometer von Riga entfernt. Unweit des Stadtzentrums von Sigulda liegt die Ruine der Ordensburg Sigulda, auf deutsch Segewold, die sich schon 20 Jahre lang allsommerlich zum Opernfestival in eine Konzertarena unter freiem Himmel verwandelt. Daneben erhebt sich das unter Fürst Kropotkin erbaute Neue Schloß Sigulda, dessen Inneneinrichtung Anfang des 20. Jahrhunderts im nationalromantischen Stil vollendet wurde.

 

Anfang August 2014 ist begleitend zum Kulturhauptstadtjahr wieder ein Opernfestival in Sigulda geplant, inklusive einer Reihe von Konzerten. Vor allem aber soll es auf der Freilichtbühne inmitten der Ruinen der Ordensburg eine Neuinszenierung von Giacomo Puccinis letzter Oper "Turandot" geben.

 

Merian RigaDie Ordensburg wurde im Jahr 1207 vom Schwertbrüderorden errichteten. Von deren Ruine aus erblickt man am gegenüberliegenden Ufer der Gauja die Burg Turaida, errichtet 1214 durch den Erzbischof von Riga. Die Burg Turaida, auf deutsch Treiden, ist eines der beliebtesten Touristenziele Lettlands. Sie zieht nicht nur eine stattliche Zahl von Besuchern an, sondern auch einheimische Kunsthandwerker mit ihren Erzeugnissen. Die im 13. Jahrhundert als Festungsanlage erbaute Burg ist ein eindrucksvolles Beispiel der Backsteingotik in der Ostseeregion. Im Burgkomplex werden spannende Führungen angeboten. Im Museumsreservat Turaida kann man die älteste Holzkirche der lettischen Region Vidzeme besichtigen und durch den malerischen Dainas-Garten spazieren - ein Skulpturenpark, der den lettischen Volksliedern gewidmet ist.

 

In der Umgebung Siguldas können Wanderwege, Aussichtspunkte und eine einzigartige Flora und Fauna im Gauja-Nationalpark entdecket werden. Das Tal der Gauja, die den Nationalpark durchfließt, ist für das gesamten Baltikum einmalig: Inmitten einer hügeligen Landschaft schlängelt sich der Fluß durch tief in rotgelben Sandstein eingeschnittene Täler. Die Ufer werden von kleinen Höhlen und Felswänden gesäumt. Beliebt sind mehrtägige Ausflüge mit Kanus. Ein gute Aussicht hat man von einer Seilbahn, die bei Sigulda über die Baumwipfel der tiefen Wälder führt. Eine der populärsten Sehenswürdigkeiten ist die unweit von Turaida gelegene Gutmannshöhle, die größte Auswaschungshöhle im Baltikum. Sie bildete den Schauplatz einer Legende: Ein Gärtner soll sie in den Sandstein gehauen haben als Treffpunkt für sich und seine rosengleich schöne Geliebte. Doch auch ein polnischer Offizier hatte es hier auf das Mädchen abgesehen, das aber aus Treue zu ihrem Geliebten lieber den Tod wählte.

 

Am bequemsten kann die Region mit dem Auto erkundet werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich organisierten Touren, die meist in Riga starten, und Wanderungen anzuschließen. Sigulda ist auch mit Bus und Bahn von Riga aus zu erreichen. Für Reisen in Lettland empfiehlt sich der sehr gute Reiseführer "Lettland - Handbuch für individuelles Entdecken" aus der Reihe "Reise-Know-How". Diesen Reiseführer können Sie am einfachsten direkt bei Amazon.de bestellen. Sehr lesenswert ist auch die aktuelle Ausgabe des Reisemagazins Merian mit dem Thema Riga.

 
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