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Lettlands viele Völker


Die Ausstellung "Lettlands viele Völker" ist seit Anfang Mai auf Schloss Gottorf in Schleswig zu sehen. Die Schau zeigt die Archäologie der Eisenzeit vom ersten bis zum 13. Jahrhundert in dem baltischen Land.

Das 13. Jahrhundert n. Chr. kann als ein wichtiger kultureller Einschnitt in der Geschichte des Ostbaltikums bezeichnet werden: Mit der Christianisierung der noch heidnischen baltischen und finnischen Stämme durch die Kreuzritter des deutschen Ordens zeichnet sich seit 1198 der Untergang einer jahrhunderte-, wenn nicht sogar jahrtausendealten Kultur ab, die zu diesem Zeitpunkt ihren kulturellen Höhepunkt erreicht hatte. Für diese Sonderausstellung wurden wichtige Zeugnisse dieser bewegten Epoche zusammengestellt. Die Ausstellung wurde zunächst in Riga präsentiert und läuft nun bis zum 23. August 2009 auf Schloß Gottorf. Das Besondere: Alle Stücke - darunter Schmuck, Grabbeigaben oder Schwerter - waren zuvor in Lettland nicht öffentlich zugänglich. Die rund 750 Objekte sind thematisch nach den verschiedenen Völkern geordnet.

Neben einer aus kleineren Stammesverbänden bestehenden baltischen Bevölkerung, den Kuren, Semgallen, Selen und Lettgallen, siedeln Liven, Wenden und Esten – zum Teil in einer einzigartigen friedlichen Nachbarschaft und Symbiose. Im abgeschiedenen Osten Lettlands, im Bereich der lettgallischen Seenplatte, treffen diese Stammesverbände auf Slawen. Seit dem mittleren ersten Jahrtausend nach Christus fassen skandinavische Seefahrer an den Küsten Kurlands Fuß und erkunden die Bedeutung des Flusses Daugava als Verkehrsader zur Erschließung des Kontinents und als Verbindungsweg über die Flußsysteme von Wolga und Dnjepr in das altrussische Gebiet bis hin nach Byzanz und Zentralasien.

Seit dem 19. Jahrhundert haben vor allem lettische, aber auch deutsche und russische Archäologen intensiv an der Erforschung dieser frühen Geschichte Lettlands und seiner so unterschiedlichen Bewohner gearbeitet. Ein aktueller Ausschnitt der Ergebnisse ihrer Forschungstätigkeit aus den reichhaltigen Beständen des Rigaer Nationalhistorischen Museums wird in dieser gemeinsamen lettisch-deutschen Sonderausstellung erstmals im deutschsprachigen Raum seit vielen Jahrzehnten wieder thematisiert.
 

Lettlands viele Völker: 9. Mai bis 23. August 2009, Schloß Gottorf (3. Obergeschoss), Schleswig; täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr.

viabaltica.de, 20.05.2009

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